FT8 – Faszination oder Teufelswerk?

Seit August 2017 erfreut sich die Sendeart FT8 zunehmender Beliebtheit. Wie bei (fast) allen Neuerungen gibt es auch hier Gegner und Befürworter. Die Einen sagen, dass da nur zwei Computer miteinander funken und der Operator keine Rolle mehr spielt. Auch kritisieren sie den extrem verkürzten QSO-Inhalt. „Das ist doch kein Amateurfunk mehr!“ Die Anderen schwärmen von der Möglichkeit, auch mit geringer Leistung und nicht so performanten Antennen DX arbeiten zu können.

Sicher ist an beiden Standpunkten etwas Wahres dran. Meine grundsätzliche Meinung ist ist klar. Ich selbst muss nicht alles mögen oder gar betreiben. Aber jede Spielart im Amateurfunk hat eine Berechtigung, wenn sie ihren Anhängern Freude bereitet ohne die anderen Hams mehr als nötig zu stören. Das betrifft z. B. Echolink genauso wie ATV.

Seit Oktober 2017 habe ich etwa 2.000 FT8-QSOs gefahren. Und dabei die Erfahrung gemacht, dass es schon großer Konzentration und Reaktionsfähigkeit bedarf, in den überfüllten FT8-Standardbereichen erfolgreiche Verbindungen zu erzielen.

FT8 screenshot

So sieht es meistens aus: Das RX-Fenster läuft über und eine freie Frequenz ist nicht zu finden.

Und richtig Spaß macht es, wenn eine seltene DX-Station den DXpedition-Mode gekonnt einsetzt, wie beispielsweise KH1/KH7Z.

Das Betriebshandbuch FT8 von ZL2IFB findet man auf www.g4ifb.com. Jeder FT8-Nutzer sollte es einmal gelesen haben.

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